Unser bisher größtes Projekt

Bau einer Bühne für das Bundesfestival Junger Film in St. Ingbert

Eine wundervolle Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedern der „Offenen Jugendwerkstatt Alte Schmelz St. Ingbert“ und dem Team „Junger Film“ vom Bundesfestival Junger Film St. Ingbert.

Corona hatte die Vorbereitungen des Bundesfestivals gehörig durcheinander gewirbelt und der angedachte Open Air Auftritt konnte im gewünschten Umfang in St. Ingbert nicht stattfinden.

Ein „Plan B“ musste her!

Die Idee:

Eine transportable Bühne bauen, die für die geplanten Interviews, Vorführungen und Diskussionsrunden der Filmschaffenden einen ansprechenden Hintergrund bieten soll.

Die Fragen waren:

Wer kann das in so kurzer Zeit? Und wo kann eine solche Konstruktion von ca. 12m Breite und max. 2,20m Höhe gebaut werden? Zu kleinen Kosten und mit maximaler Eigenleistung?

Die Antwort:

In der Offene Jugendwerkstatt Alte Schmelz St. Ingbert.

Die erste Anfrage von Pina und Nora vom Team Junger Film hat uns gleich begeistert. Nur eine Planskizze der Bühne war der Ausgangspunkt für dieses tolle Projekt.

Im Juni 2020 war es dann soweit – die Vorbesprechungen waren vorüber, die Planungen abgeschlossen und die notwendigen Materialien beschafft.

Als wir den Berg Massivholz vor uns sahen, war das beeindruckend– also ran an die Geräte.

Zuerst wurden die vielen Brettschicht-Dachsparren in der Dimension 600x16x8 cm in der Länge gekürzt und danach aufgetrennt. So war das grobe Maß von 240x8x8 cm erreicht.

Alle Kanthölzer mussten den gleichen quadratischen Querschnitt haben, damit die nachfolgenden Arbeitsschritte wie am Fließband ablaufen konnten. Daher wurden alle Kanthölzer auf ein einheitlichen Maß gehobelt.

Eine maßgenaue Schablone für diese Dimension ermöglichte später hunderte von sehr passgenauen Bohrungen mit der Oberfräse in das Hirn- und Längsholz.  Hobelspäne fielen dabei massenhaft an.

Jetzt war die Grundlage geschaffen, damit alle Teile passgenau zugeschnitten werden konnten.

Für jedes zerlegbare Modul in der Größe von 220x60x60cm brauchte es vier lange und acht kurze Hölzer und 64 Bohrungen. Gebaut wurden 14 Module in unterschiedlichen Höhen incl. einer großen Fernsehwand.

Für die Bewältigung dieser Materialmengen waren viele helfende Hände vom Team Junger Film notwendig. An manchen Tagen waren wir mit bis zu 10 Personen im „Schichtdienst“ tätig.

Es war klasse, mit diesen motivierten jungen Menschen zusammen zu arbeiten! Die Koordination hat über die ganze Zeit hinweg wunderbar funktioniert.

Gerne wieder!

Nach dem Zuschnitt und dem endlosen Bohren kam die Verbindung der Rahmen, dann Schleifen, Schleifen und dann Lackieren.

Die geometrischen Teile der späteren Verkleidung der Einzelmodule und die dazu passenden Aufsteller für den Ausseneinsatz wurden teilweise von uns gefertigt, teils an der Hochschule der Bildenden Künste Saar (HBK).

Alles wurde ansprechend farbig lackiert und wurde gerade noch so trocken bis zum Aufbau.

Bilder: © P. Kolz

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